Die Gegenüberstellung

2011

www.mericmax.ch

Gesetze werden gemacht, um verbogen und gebrochen zu werden – und umgekehrt. Manche der GesetzesbrecherInnen und ihre Motive provozieren dabei Verachtung und Ekel, andere wiederum wecken Sympathien, Verständnis oder gar erotische Fantasien. Ziel einer Gegenüberstellung wäre eigentlich, zu prüfen, ob der Zeuge den Verdächtigen ohne Zweifel wiedererkennt. «Die Gegenüberstellung» hingegen ist eine subjektive Veranstaltung, bei der Sie eingeladen sind, individuell objektiv einen Delinquenten unter einer Gruppe potentiell Verdächtiger auszumachen. Die Frage «Erkennen Sie unter den anwesenden Personen den Täter?» wird dabei zu einem Vorgang, der Überführungen ungeahnter Art provoziert. (Dauer 70 Min.)

"...In locker aneinandergereihten Sequenzen führen die zehn Darsteller sich dem Publikum vor und selbiges an der Nase herum. Eine raffinierte Produktion ist dem Theaterkollektiv Mercimax hier gelungen, ein Essay über Schein und Sein, Opfer und Täter, Austicker, Zufälle, Macht, Ohnmacht, Vorurteile und Geständnisse ... Diese 70 Minuten sind äusserst unterhaltsam, oft lustig, teils knallhart, aber nie langweilig, dank einer spitzenmässigen Dramaturgie, feinen Choreografien und einem Ensemble mit Schalk. Zuletzt sitzt man sich selbst gegenüber. Und dem, was die eigene Denke angerichtet hat mit den angebotenen Szenen." Corina Freudiger, Tagesanzeiger

* Kulturelle Auszeichnung der Stadt Zürich (2012) für die Produktion Die Gegenüberstellung und ihre Varianten 8:8-Die Gegenüberstellung und coffee & prejudice

 

Première Dienstag 13.September 2011, 20h, Rote Fabrik, Zürich

weitere Aufführungen Rote Fabrik Do.15., Fr.16., Sa.17., Di 20., Mi.21., Do.22., Fr.23. September, jeweils 20h

Chollerhalle Zug Sonntag 4. Dezember 2011

 

 

Mit Peter Jehle, Klara Kulcsar, Aleksandar Milanovic, Ramin Mosayebi, Remy Schreyer, Ute Sengebusch, Josef Simon, Manuel Speck, Julia Stöter
Künstlerische Leitung Karin Arnold Konzept & szenische Umsetzung Karin Arnold, Jessica Huber Dramaturgie Ariane Andereggen Musik Mischa Robert Bühne & Kostüm Mirja Fiorentino, Judith Steinmann Licht Peter Scherz Bühnenfotografie Nelly Rodriguez GrafikPhilippe Weissbrodt Produktionsleitung Cristina Achermann Koproduktion Fabriktheater Rote Fabrik Zürich
 

Mit freundlicher Unterstützung von Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung, Kulturförderung Kanton Zug, Migros Kulturprozent, Stadt Zug